Landesgartenschau 2018
Pflanzaktion für das Klimawandelwäldchen

Schüler pflanzen Bäume

Die Forstverwaltung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wird bei der Landesgartenschau 2018 mit dem Beitrag "Klimawandelwäldchen" vertreten sein. Hier werden die Baumarten gezeigt, die voraussichtlich auch in 100 Jahren in Unterfranken unter den veränderten Klimabedingungen wachsen können.

In einem ersten Schritt setzten Schülerinnen und Schüler des Röntgen-Gymnasiums Forstpflanzen auf dem Gelände der Landesgartenschau 2018 für das Klimawandelwäldchen. Am ersten Tag hatte die Klasse 10c etwa 650 Bäumchen in die Erde bekommen und mit diesem tatkräftigen Einsatz schon 13 der 34 Pflanzbeete gefüllt! An zwei weiteren Tagen haben die Klassen 10a und 10b die Pflanzung fortgesetzt.
Trotz kalter Temperaturen und mangelnder Ausrüstung waren alle mit großem Eifer und Durchhaltevermögen bei der Pflanzaktion dabei.

Auswahl der Baumarten

Regionale Klimaszenarien prognostizieren für unseren Raum eine Zunahme der Jahresmitteltemperatur zwischen 1,5 bis 3,5 Grad bis Ende des Jahrhunderts. Außerdem werden Extreme, wie heiße Tage mit über 30 °C, zunehmen. Welche Bäume unter diesen veränderten Klimabedingungen wachsen können, soll das Klimawandelwäldchen auf dem Gelände der Landesgartenschau 2018 zeigen.
Das Projekt des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Würzburg und der Stadt Würzburg stellt über 30 Baumarten vor, die die Wälder von Morgen prägen könnten. Den kleineren Anteil davon kennen wir aus den heutigen Wäldern – dazu kommen Laub- und Nadelbaumarten vor allem aus Südosteuropa, von denen man weiß, dass sie mit Hitze und geringeren Niederschlägen zurechtkommen.

Wald der Zukunft pflanzen

Es wurden Forstpflanzen der gängigen Größe 50 – 80 cm gewählt, um ein gutes Anwachsen und gleichzeitig eine gute Größenentwicklung bis zur Landesgartenschau 2018 zu erreichen. Wie im Wald üblich wird ein enger Pflanzverband gewählt, um die aus Gründen der Holzqualität erwünschte Astreinigung zu erhalten und ein gewisses Waldinnnenklima zu schaffen. Ergänzt wird die Fläche zwischen dem Zentrum für angewandte Energieforschung (ZAE) und der Straße Am Galgenberg durch Pflanzung von Großbäumen seitens der Landesgartenschaugesellschaft. Auch hier kommen eher unbekannte Baumarten der Zukunft wie die Mispel, Silberlinde oder Atlaszeder zum Einsatz. Die Schüler wurden bei der Pflanzung vom Team des Walderlebniszentrums Gramschatzer Wald angeleitet. Hier arbeiteten neben Förstern auch erfahrene Forstwirtschaftsmeister.
Die Schülerinnen und Schüler betreuen und pflegen das Klimawandelwäldchen bis zum Ende der Landesgartenschau. Dann wird das Klimawandelwäldchen in die Reihe der für Würzburg typischen Parkwälder aufgenommen und in die Pflege des städtischen Gartenamtes gestellt.